Ulfs Blog

Das Kleine Fest im Großen Garten
21.7.2018, 16:00

Das Kleine Fest im Großen Garten

Ulfs Blog

Das Kleine Fest im Großen Garten ist ein sehr schönes Kleinkunstfestival. Karten im Vorverkauf zu bekommen, ist (wie letztes Jahr auch) ein Lotteriespiel – bei fünffacher Überzeichnung entscheidet in der Tat das Los. Aber an der Abendkasse gibt es jeweils noch 200 Karten. Freitags bei schönem Wetter war die Schlange eine Stunde früher schon zu lang, aber da jemand seine Karten verkaufen wollte, kam ich doch noch zum Zuge.

Der traditionelle Walking-Act zur Begrüssung kam dieses Jahr vom Teatro Pavana. Leider nicht so farbenfroh wie letztes Jahr, aber mit gut nachgemachtem Verhalten und glaubhaften Bewegungen der Giraffen.

Giraffen von Teatro Pavana

Meine erste Station war gleich auf der Festwiese das Duo Hinz & Kunz. Sie spielen gelungene Musikcomedy über Liebeslieder.

Hinz & Kunz

Der hannöversche »Systemkabarettist« Matthias Brodowy spielte u. a. sein Lied Stadt mit Keks.

Matthias Brodowy

Im weitesten Sinne Musikcomedy machte auch Sammy Tavalis. Dabei machte er mehr als große Augen und bastelte mit verbundenen Augen einen »Kontrabass« aus Materialien, die in eine Streichholzschachtel passen.

Sammy Tavalis

Die schöne Athmosphäre beim Kleinen Fest wird vor allem bei den Moccamakern sichtbar.

Moccamaker mit Flusspferden

Daneben gibt es auch immer wieder kleinere Schauspielereien und Verkleidungen, wie z. B. die Clarini vom Teatro Pavana. Schon in der HAZ sehr gelobt, überzeugte Wolfgang Moser auch mich mit seinen unglaublichen Zauberkünsten.

»Clarini« vom Teatro Pavana Wolfgang Moser
Cie Scratch

Bei der Jonglage von Cie Scratch stand mehr Musik und Comedy im Vordergrund, was zu kleineren Improvisationen führte. Vorher habe ich noch Daniel Burley gesehen, wie er als Alleinunterhalter kleinere Zauberstückchen vollbringt, wobei er immer mal wieder tollpatschig die Tricks verrät.

Daniel Burley Werner Momsen/Detlef Wutschik

Ein echtes norddeutsches Highlight ist Werner Momsen, gespielt von Detlef Wutschik. Neben zotigen Witzen gibt es auch immer eine kritisch genaue Beobachtung des Alltags mit politischem Hintergrund.

Für mich war Tricky Niki die Überraschung des Abends. Er setzt das Bauchreden nicht nur mit Puppen ein, sondern auch als Alleinunterhalter bei Erzählungen aus dem Alltag und als Entertainer bei Zaubertricks. Sehr empfehlenswert.

Tricky Niki

Der Vorteil, wenn man keine Karten im Vorverkauf hat: Man kann sich den Tag und damit das Wetter aussuchen. So war es auch dieses Jahr fantastisch. Nach dem Feuerwerk ist der Große Garten noch illuminiert – leider nur bis 23:30 Uhr.

Mokkamaker

Es war auch mir als Zuschauer wieder ein großes Vergnügen!