Ulfs Blog

7.2.2019, 17:30

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Einen realistischen Blick wirft Dieter Wermuth auf dem Zeit-Online-Blog Herdentrieb auf die Migration innerhalb der EU. Er vergleicht dabei die Dynamik mit der Ostdeutschlands nach dem Anschluss der DDR und prophezeit, dass die Wanderbewegungen innerhalb der EU deutlich länger dauern werden, weil ein finanzieller Ausgleich – vergleichbar mit den innerdeutschen Finanzhilfen – praktisch nicht vorhanden sei.

Es fehlt natürlich der Bezug zum Brexit, obwohl die Einwanderung besonders aus Osteuropa – insbesondere dem Baltikum und Polen – ein wichtiger Punkt der Brexit-Befürworter war (und ist). Außerdem muss man in diesem Zusammenhang erwähnen, dass die neoliberale Elite die alteingesessene Bevölkerung ohne eigene Nachteile vernachlässigen konnte (das Gesundheitssystem und das Bildungssystem wird durch Unterfinanzierung verschlechtert), ohne die dazugehörigen Nachteile zu spüren, da ja genügend Fachkräfte – und dazu noch billige – nachkommen. Aber wahrscheinlich sind beide Gedanken undenkbar, wenn man im Massenmedium Zeit publiziert.