Ulfs Blog

25.4.2019, 17:30

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Schon Jens Berger hat sich in seinem Buch »Wem gehört Deutschland« darüber beklagt, dass es praktisch keine vernünftigen Statistiken über die Vermögensverhältnisse der sehr reichen Haushalte in Deutschland gibt. Jörg Gastmann schlägt auf Telepolis in dieselbe Kerbe.

Da die sehr hohen Vermögen bei Befragungen naturgemäß unter den Tisch fallen, wird der Gini-Koeffizient zur Vermögensungleichheit immer weniger Ungleichheit anzeigen, als es in der Realität der Fall ist. Weil diese Ungenauigkeit schwankt, ist jede Aussage zur Änderung des Koeffizienten über die Zeit bestenfalls Quacksalberei.

Eine solche Hinterfragung von Statistiken (und Studien) würde man sich auch in den großen Medien wünschen. Das findet dort aber höchstens dann statt, wenn solche Ergebnisse den Interessen der Herrschenden widersprechen.